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Kaffee schmeckt bitter – 7 Gründe & Tipps

Jeder Kaffee hat einen leicht bitteren Geschmack, das liegt in der Natur der Kaffeebohnen. Doch wenn der bittere Geschmack alles andere überwiegt, dann gibt es hierfür verschiedene Gründe. Von der Wahl der Kaffeebohnen bis hin zu Fehlern in der Zubereitung, wir zeigen die häufigsten Ursachen für bitteren Kaffee.

In Kürze:

  • Robusta-Bohnen sind bitterer im Geschmack als die milden Arabica-Bohnen
  • Wassermenge und Kaffeepulver-Menge müssen im richtigen Verhältnis stehen
  • Ein bitterer Geschmack kann mit verschiedenen Süßungsmitteln ausgeglichen werden
  • Dunkel geröstete Bohnen besitzen mehr Bitterstoffe als hell geröstete
Kaffee schmeckt bitter

Bitterstoffe sind Bestandteil des Kaffees

Als Erstes sei gesagt, dass Kaffee immer etwas bitter schmeckt, da die Bitterstoffe Bestandteil der Bohnen und daher des Kaffees sind. Doch die Bitterkeit im Kaffee kann durch die Wahl der Kaffeebohnen oder durch die Zubereitungsart verstärkt oder auch gesenkt werden.

Zudem ist es auch eine Sache des eigenen Geschmacks, wie bitter oder mild ein Kaffee gewünscht wird.

Video: Darum schmeckt Kaffee bitter!

In diesem Video werden die Ursachen für bitter schmeckenden Kaffee genau unter die Lupe genommen.

7 Gründe, warum Kaffee bitter schmeckt

Es gibt sieben Gründe, warum dein Kaffee zu bitter schmecken könnte. Wir zeigen die hier, wie du Abhilfe schaffen kannst. Schaue in unseren anderen Beitrag, wenn dein Espresso zu bitter schmeckt.

1. Kaffeesorte: Zu viel Robusta Kaffee

Ein großer Unterschied besteht zwischen den gewählten Kaffeebohnen. Arabica-Bohnen sind im Geschmack milder als Robusta-Bohnen. In den meisten im Handel gebotenen Kaffee- und Espresso-Sorten werden die beiden Bohnen-Arten in ein Mischverhältnis gesetzt.

Diese Mischung kannst du für deinen perfekten Kaffee aber selbst zusammen stellen. Werden zu viele Robusta-Bohnen gewählt und überwiegt deren Anteil dem der Arabica-Bohnen, schmeckt der Kaffee nicht mehr kräftig, sondern bitter.

2. Röstung: Bitterkeit durch Kurzzeitröstung

Einer der häufigsten Gründe, warum der Kaffee bitter schmeckt, ist die Röstungsart der Bohnen. Gerade dunkle Bohnen haben eine höhere Bitterkeit als die hellen.

Für den Espresso werden dunkle Bohnen gewünscht und benötigt und auch mancher Kaffeeliebhaber mag es lieber dunkler. Doch auch hier gibt es noch Unterschiede bei der Vorgehensweise des Röstens.

Werden die Bohnen sehr hohen Temperaturen von etwa 800° Celsius in sehr kurzer Zeit von nur zwei Minuten ausgesetzt, dann werden diese zwar schnell dunkel, aber schonend ist dieses industrielle Verfahren nicht.

Die Kaffeebohnen sehen von außen zwar knackig und braun aus, sind aber eigentlich verbrannt. Dadurch können sich die inneren Stoffe nicht richtig entfalten, Bitterstoffe werden beim Mahlen und Aufgießen freigesetzt und der aufgebrühte Kaffee schmeckt dadurch dann zu bitter.

3. Mahlgrad: Zu fein gemahlen

Der Mahlgrad hat einen großen Einfluss auf den Geschmack des fertigen Kaffees. Ein zu fein gemahlener Kaffee lässt diesen schnell bitter schmecken.

Das liegt daran, dass das Pulver durch die feine Mahlung eine große Oberfläche besitzt. Dadurch ist die Extraktionszeit zu lang, das Wasser steht zu lange mit dem Kaffeepulver in Verbindung, die enthaltenen Bitterstoffe können so einfacher freigesetzt werden.

4. Kaffeemenge: Zu wenig Kaffeepulver

Auch wenn es sich im ersten Moment vielleicht suspekt anhört, so ist dennoch auch die Dosierung der Kaffeemenge entscheidend, ob der Kaffee bitter schmeckt oder nicht. Und hier gilt, je weniger Pulver genutzt wird, desto mehr Bitterstoffe werden im Kaffee freigesetzt.

Die Erklärung hierfür ist jedoch recht simpel. Denn je weniger Pulver bei gleichbleibender Menge Wasser genutzt wird, desto mehr wird das Kaffeepulver von dem Wasser ausgewaschen. So werden auch ungewollte Aromen und Stoffe gelöst, wie auch die Bitterstoffe.

Je mehr Kaffeepulver verwendet wird, desto eher bleiben die Bitterstoffe im Pulver zurück.

5. Wassermenge: Zu wenig Wasser

Das empfohlene Verhältnis zwischen Kaffeepulver und Wasser ist 1:2. Das heißt, immer die doppelte Menge an Wasser nehmen.

Wird zu wenig Wasser über das Pulver gegeben, dann verändert sich hier genauso der Geschmack wie bei einem zu viel an Wasser. Das Aroma verändert sich und der Kaffee schmeckt nicht richtig.

6. Wasser: Bitterer Geschmack durch zu hohe Brühtemperatur

Wenn die Temperatur des Wassers zu hoch ist, kann es schnell zu einem bitteren Geschmack beim Kaffee kommen. Wenn du das Wasser kochen lässt und direkt über das Kaffeepulver schüttest, dann werden zu viele Bitterstoffe gelöst und gelangen so in den Kaffee. Denn die richtige Temperatur ist entscheidend dafür, wie ein Kaffee schmeckt.

Ist das Wasser zu kalt, werden andere Aromen freigesetzt. Die ideale Temperatur liegt bei 92° bis 96° Celsius. Bei einem Kaffeevollautomaten ist es einfach, denn hier kannst du die gewünschte Temperatur einfach einstellen.

Wenn du den Kaffee jedoch mit Wasserkocher und per Hand zubereitest, musst du die richtige Temperatur treffen, zum Beispiel beim Pour Over Filterkaffee oder auch in der French Press. Wenn das Wasser im Wasserkocher gekocht hat, solltest du etwa eine Minute warten, bis du es zum Aufbrühen verwendest, dann hat es sich in der Regel auf die ideale Temperatur herabgekühlt.

Bedenke aber, dass hierfür auch die Wassermenge ausschlaggebend ist, denn je mehr Wasser sich im Kocher befindet, desto länger dauert es, bis es sich abkühlt.

7. Brühzeit: Zu lange Extraktionszeit

Ein sehr entscheidender Faktor auch bei der Wahl der richtigen milden Bohnen kann die Extraktionszeit ausmachen. Hierbei handelt es sich um die Zeit, in der das Kaffeepulver Kontakt zum Wasser hat.

Je nachdem wie lange das Aufbrühen eines Kaffees dauert, desto mehr Bitterstoffe werden freigesetzt und gelangen mit dem durchlaufenden Wasser in den Kaffee.

Die Extraktionszeit hat aber auch etwas mit dem Mahlgrad des Pulvers zu tun. Je feiner das Pulver gemahlen wurde, desto undurchlässiger wird es und umso länger dauert das Durchlaufen des Wassers.

So steht das Wasser bei einem feinen Mahlgrad länger mit dem Kaffee in Verbindung, als dies bei einem groben Mahlgrad der Fall ist. Damit der Kaffee nicht zu bitter wird, sollte daher auf ein sehr feines Mahlen verzichtet werden.

Die richtige Reinigung deines Kaffeebereiters

Kaffeebohnen bestehen aus vielen verschiedenen Bestandteilen, aber auch aus Öl. Gerade durch dieses Öl können Rückstände im Kaffeebereiter zurückbleiben, die durch Sauerstoffkontakt oxidieren. Werden diese dann nicht entfernt, bekommen sie einen ranzigen Geschmack, der sich im frisch zubereiteten Kaffee ebenfalls absetzt.

Ein gut zu reinigender Kaffeebereiter, der auseinandergenommen und eingesehen werden kann, ist daher die Grundlage für die Zubereitung eines gut schmeckenden Kaffees.

Kaffee schmeckt bitter im Kaffeevollautomat

Kaffee bitter Vollautomat

Im Kaffeevollautomat kann es ebenfalls dazu kommen, dass der Kaffee bitter schmeckt. Dafür sind in der Regel zwei Gründe verantwortlich.

Vollautomat richtig eingestellt?

Ist die Einstellung für Temperatur und Mahlgrad nicht richtig gewählt worden, kann es dazu kommen, dass auch bei einer vollautomatischen Maschine der Kaffee bitter schmeckt. Ist das der Fall, dann solltest du an deinem Automaten die Einstellungen hierfür überprüfen, die Temperatur eventuell geringer einstellen.

Der Mahlgrad hingegen sollte dann etwas grober eingestellt werden. Gerade wenn die altbewährte Kaffeesorte geändert wurde oder der Automat neu ist, kann die Einstellung ein Grund für den bitteren Kaffee sein.

Verunreinigungen im Vollautomaten

In einem Vollautomaten kann es schnell durch verschiedene Gründe zu Verunreinigungen kommen. So können Reste und Öle aus den Kaffeebohnen hier ebenso abgesetzt sein wie auch Kalkablagerungen vom Wasser hier anhaften können. All diese Rückstände verfremden das Aroma des frischen Kaffees und führen zu einem Fremdgeschmack.

Ein regelmäßiges Reinigen ist daher auch hier zu empfehlen. Nicht nur das Reinigungsprogramm sollte hierfür genutzt werden, auch die Teile wie die Brühgruppe, die sich für die manuelle Reinigung entnehmen lassen, müssen regelmäßig gespült und gesäubert werden.

Gegen die Kalkablagerungen ist es hilfreich, den Vollautomaten mit den entsprechenden Produkten regelmäßig zu entkalken.

Die besten Tipps für guten Kaffee

Tipps zur Kaffeezubereitung
  • Schonend geröstete Kaffeebohnen wählen, die einer Temperatur von nicht mehr als 200° Celsius ausgesetzt waren, auch wenn diese Sorte vielleicht ein wenig teurer ist.
  • Den richtigen Mahlgrad wählen. Denn die Kontaktzeit des Wassers mit dem Kaffeepulver macht den Kaffee aus. Ist diese daher kürzer, wird der Kaffee milder.
  • Wenn der Kaffee milder schmecken soll, dann ist ein sortenreiner Länderkaffee zu empfehlen, der aus 100 % Arabica-Bohnen besteht. Wer es gerne kräftiger mag, wählt eine Mischung aus Arabica und Robusta, der eigene Geschmack ist hier entscheidend.
  • Je nach Zubereitungsart muss die Extraktionszeit, also die Brühdauer angeglichen werden, damit der perfekte Kaffee für den eigenen Geschmack gelingt.
  • Nicht nur den Kaffeebereiter regelmäßig gründlich reinigen und von Rückständen befreien, auch in der Kaffeemühle können sich Rückstände absetzen, die in das neu gemahlene Kaffeemehl übergehen und die Qualität des Kaffees dann mindern.
  • Immer das richtige Verhältnis von Kaffeemenge zu Wassermenge beachten, damit der Kaffee sein volles Aroma erhält und nicht zu bitter schmeckt.

Letztes Update: 9. Juli 2022

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