Espressomühle / Kaffeemühle – Mahlgrad richtig einstellen

Wer einen perfekten Espresso Kaffee aufbrühen möchte, braucht dazu aus das optimale Kaffeemehl. Dabei geht es nicht nur um die Qualität der Bohnen, sondern auch um den richtigen Mahlgrad. Hat das Kaffeemehl nicht die richtige Körnung, so kann der typische Espresso Geschmack kaum erzielt werden und auch die Crema fällt nicht wie gewünscht aus. Deshalb sollte man auf eine hochwertige Kaffeemühle Wert legen und diese für des Espresso auch genau richtig einstellen.

Espressomühle Mahlgrad richtig einstellen

Bei der Espressomühle den Mahlgrad richtig einstellen lohnt sich.

Warum ist der Mahlgrad so wichtig für den Espresso?

Bei einer guten Kaffeemühle kann man den Mahlgrad von sehr fein (1) bis grob (10) einstellen. Wenn man Espresso aufbrüht wird der Kaffee durch den Druck im Siebträger sehr schnell extrahiert. Daher hat das Wasser nur wenig Zeit, um die Aromastoffe aus dem Kaffee zu lösen. Fein gemahlenes Kaffepulver bietet eine ausgezeichnete Oberfläche, so dass auch in kurzer Zeit viele Aromastoffe herausgelöst werden können.

Ist der Kaffee für den Espresso zu grob gemahlen, so kommt es zu einer Unterextraktion. Der Kaffeegeschmack ist dabei meist fade und auch stark säurebetont. Die Crema hingegen ist zu hell und zu dünn und hält sich in der Tasse nicht.

Jedoch ist auch zu fein gemahlenes Kaffeepulver nicht ideal für den Espresso. Werden nämlich zu viele Aromastoffe aus dem Kaffee gelöst, so gelangen auch viele Bitterstoffe in die Tasse und der Kaffee wird zähflüssig. In einem solchen Fall spricht man von einer Überextraktion. Aus diesen Gründen ist es unerlässlich, genau den richtigen Mahlgrad für den Espresso Kaffee zu bestimmen und die Kaffeemühle so genau wie möglich einzustellen.

Hat man den richtigen Mahlgrad gefunden, sollte die Kaffeemühle entsprechend markiert werden. So findet man die Position schnell wieder, wenn man mit dem Gerät auch Bohnen für andere Kaffeespezialtäten wie Filterkaffee oder French Press mahlt.

Die erste Einstellung für die Kaffeemühle

Die erste Einstellung bei einer neuen Kaffeemühle erfordert meistens einige Mühe. Natürlich weiß man, dass das Pulver für den Espresso recht fein sein sollte, so dass man den ersten Versuch mit den niedrigeren Mahlgraden beginnen sollte. Dabei empfiehlt es sich, zunächst nur kleine Mengen zu mahlen, bis man eine zufriedenstellende Einstellung gefunden hat.

Benutzt man die Kaffeemühle zum ersten Mal, so sollte man das Kaffeemehl genau inspizieren, bevor man es in den Siebträger gibt. Optimales Kaffeemehl sollte sich zwischen den Fingern ein wenig schmierig anfühlen, trotzdem aber noch eine Körnung aufweisen. Das Mehl kann zunächst einige Klumpen aufweisen. Diese müssen sich jedoch auflösen, wenn das Kaffeemehl in den Siebträger gegeben wird.

Hat man beim Mahlen Kaffeepulver mit diesen Eigenschaften erzielt, so ist es an der Zeit, eine erste Probe mit dem Siebträger zu machen. Der Espresso wird aufgebrüht und auf Unter- oder Überextraktion bewertet. Sollte die Extraktion nicht perfekt sein, so wird der Mahlgrad an der Kaffeemühle entsprechend verstellt. Bei einer Überextraktion, wird der Mahlgrad gröber gestellt, bei einer Unterextraktion hingegen, muss er feiner eingestellt werden.

Hat man eine neue Mahleinstellung an der Kaffeemühle vorgenommen und erneut Bohnen gemahlen, so wird die Probe am Siebträger wiederholt. Diesen Vorgang muss man so lange wiederholen, bis Kaffeearoma und Geschmack sowie die Crema den eigenen Vorstellungen entsprechen. Beim verstellen des Mahlgrads an der Kaffeemühle sollte man dabei schrittweise vorgehen, um die beste Einstellung so schnell wie möglich finden zu können.

Wenn die Probe im Siebträger so ausfällt, wie man sich das wünscht, sollte die entsprechende Stellung auf der Kaffeemühle unbedingt markiert werden. Als Faustregel kann man die Extraktionszeit betrachten. Bei perfekt gemahlenem Kaffeemehl sollten 25 ml Kaffee in 25 Sekunden aus dem Siebträger fließen. Auch wenn nur eine Person die Kaffeemühle benutzt, kann es immer wieder einmal vorkommen, dass die Einstellung verändert wird. Ist die Kaffeemühle einmal vollkommen verstellt, muss man in der Regel mit dem Vorgang wie bei einer neuen Kaffeemühle beginnen, um die gewünschte Einstellung zu finden.

Welche Kaffeemühle lässt sich für Espresso Kaffee einstellen?

Nicht jede Kaffeemühle ist in der Lage, gutes Kaffeemehl für Espresso Kaffee zu produzieren. Bei einer minderwertigen Kaffeemühle ist es kaum möglich, eine Einstellung zu finden, die zu einer perfekten Extraktion führt. Eine erste Grundvoraussetzung besteht darin, dass die Kaffeemühle in der Lage sein muss, möglichst homogenes Kaffeemehl zu produzieren.

Auf Grund der unterschiedlichen Beschaffenheit der Kaffebohnen ist es nicht möglich, ein vollkommen homogenes Kaffeemehl zu erzielen, Die einzelnen Stückchen sollten von der Kaffeemühle jedoch so gleichmäßig wie möglich zerkleinert werden, so dass der Kaffee im Siebträger optimal extrahiert werden kann.

Die Qualität einer Kaffeemühle hängt in großem Maße von dem Mahlwerk ab, mit dem sie ausgestattet ist. Die schlechtesten Resultate werden in der Regel durch Kaffeemühlen mit einem Schlagmesser erzielt. Die Kaffeebohnen werden sehr ungleichmäßig zerkleinert und es kann vorkommen, dass man halbe Bohnen neben feinem Kaffeemehl findet.

Die meisten Kaffeemühlen, die man heute auf dem Markt findet, sind mit einem Scheibenmahlwerk ausgestattet. Der Kaffee wird zwischen zwei Scheiben, die aus Stagl oder Keramik bestehen können, zerkleinert. Der Mahlgrad wird dadurch eingestellt, dass der Abstand zwischen den beiden Scheiben verringert wird. Bei einem guten Modell kann man den Mahlgrad gut einstellen und perfekte Ergebnisse erzielen.

Eine weitere Variante des Mahlwerks bei modernen Kaffeemühlen ist das Kegelmahlwerk. Bei einem solchen Gerät werden die Kaffeebohnen zwischen dem Inneren Kegel und der Außenwand zerrieben. Die Einstellung des Mahlgrads erfolgt über ein Verringern oder Erweitern des Abstands zwischen Kegel und Außenwand. Das Kaffeemehl fällt bei diesen Geräten nach unten in einen Auffangbehälter. Ein Vorteil, der diese Mahlwerke vom Scheibenmahlwerk abhebt, dass nur geringe Drehzahlen nötig sind. Daher entsteht beim Kaffeemahlen nur geringe Hitze und der Kaffee wird besonders aromaschonend gemahlen.

Nicht zuletzt gibt es auch gute Handmühlen, die mit einem Kegelmahlwerk arbeiten. Bei diesen Kaffeemühlen kann oft sogar ein bestimmter Mahlgrad festgestellt werden, so dass sich die Mühle nicht von allein verstellt. Ein weiterer Pluspunkt der Handmühle ist es, dass man sie auf Wunsch sogar auf Reisen mitnehmen kann.

Die Einstellung des Mahlgrads funktioniert bei jeder Kaffeemühle auf leicht unterschiedliche Weise. Wenn man sich zum Kauf des Geräts entscheidet, sollte man überprüfen, ob die Einstellung leicht vorgenommen werden kann. Bei einem neuen Gerät sollte man sich zunächst einmal die Bedienungsanleitung durchlesen, um sich mit den verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten vertraut zu machen.

Die Kaffeemühle kann selbstverständlich auch in anderen Mahlgraden benutzt werden, wenn man beispielsweise eine French Press zubereiten möchte, für die grobes Kaffeemehl benötigt wird. Man sollte jedoch niemals versäumen, die Einstellungen, die man regelmäßig braucht, auf unverkennbare Weise zu markieren. So kann man sich beim Kaffeemahlen viel Frust ersparen.

Warum Kaffee selbst mahlen?

Hält man sich die Mühe vor Augen, die es macht, eine Kaffeemühle richtig einzustellen und die Konsequenzen, wenn das Pulver nicht perfekt gemahlen ist, so stellt sich automatisch die Frage, ob es nicht sinnvoller ist, bereits fertiges Kaffeemehl in der gewünschten Körnung zu kaufen. Jeder Kaffeeliebhaber weiß jedoch die Vorteile von frisch gemahlenem Kaffee zu schätzen.

Die Kaffeebohne kann als eine Art Schutzhülle für die Aromen betrachtet werden, die im Kaffee enthalten sind. Diese Aromen werden erst freigesetzt, wenn der Kaffee gemahlen wird. Darum hat frisch gemahlener Kaffee ein Aroma und einen Geschmack, der fertig gemahlenem Kaffeepulver wesentlich überlegen ist. Daher sollte man den Kaffee auch mit der eigenen Kaffeemühle für jede Tasse frisch mahlen und die Bohnen nicht schon auf Vorrat mahlen. Ein perfektes Kaffeearoma ist der beste Lohn für diese Mühe.

Fazit

Die Einstellung des Mahlgrads ist für jede Kaffeemühle wichtig. Nur optimal gekörntes Kaffeepulver kann einen perfekten Espresso erzeugen. Ist das Kaffeepulver zu grob, so wird der Espresso unterextrahiert, ist es hingegen zu fein, kommt es zu einer Überextraktion. In beiden Fällen leidet der Geschmack des Kaffees.

Für die erste Einstellung einer neuen Kaffeemühle sollte man sich Zeit lassen und so lange probieren, bis perfekte 25 ml Espresso in 25 Sekunden im Siebträger extrahiert werden. Zusätzlich ist es ratsam, beim Kauf der Kaffeemühle auf hohe Qualität zu achten, so dass das Kaffeepulver möglichst homogen ist und bei wenig Hitzeerzeugung gemahlen werden kann. Werden alle diese Gesichtspunkte beachtet, kann man genau das richtige Kaffeemehl für den Espresso Kaffee erzielen und auch zu Hause in der Siebträger Maschine einen Espresso mit Barista Qualität herstellen.

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