Cold Brew und Ice Brew – Zubereitung und Rezept

An heißen Sommertagen ist es eine Erleichterung, wenn die Temperatur eines Getränkes unter der Körpertemperatur liegt. Und noch besser ist es, wenn das Getränk nicht einschläfert, sondern wach macht. Ice Brew und Cold Brew versprechen dieses. Kein Wunder, dass diese beiden Getränke im Trend liegen und von vielen Cafés angeboten werden.

cold brew kaffee

Cold Brew ist längst kein Geheimtipp mehr

Cold Brew – mehr als kalter Kaffee

Wer glaubt, dass ihm nach einer Bestellung von Cold Brew einfach kalter Kaffee serviert wird, irrt. Ein qualitativer Cold Brew ist sogar dazu fähig, Nachtschwärmer am Morgen in die Gänge zu bringen. Richtig zubereitet, schmeckt Cold Brew zudem vorzüglich. Dieser Beitrag informiert darüber, wie Cold Brew und Ice Brew auch zu Hause selbst hergestellt werden können und worauf unbedingt geachtet werden muss.

Vorweg sei an dieser Stelle gesagt, dass du in unserer Test Rezension auch die besten Espressomaschinen für Ice Brew und Japanese Iced Coffee bekommst!

Cold Brew – eine gesunde Alternative zu Eiskaffee & Co.

Cold Brew Coffee behauptet sich mittlerweile seit zwei Jahren als Trendgetränk. Das zuckerfreie Kaffeegetränk ist an heißen Sommertagen die perfekte Alternative zu heißem Kaffee. Coffee Cold wird mit kaltem Wasser aufgegossen. Trotz fehlender Hitze während der Herstellung extrahieren bei dieser Zubereitungsvariante im Kaffepulver enthaltenes Koffeein und Aromen.

Die etwas längere Zubereitungszeit bietet zudem einige Vorteile: Kalter Kaffee entwickelt während der Zubereitung keinerlei Bitterstoffe und enthält nur 15 Prozent des Säureanteils von heiß aufgebrühtem Kaffee. Er ist deshalb milder und magenfreundlicher als herkömmlicher Kaffee.

Barista beschreiben die Aromen von Cold Brew Kaffee als lieblich.

Zur Herstellung erforderliches Equipment

Liebhaber und Kaffeekenner stellen sich Cold Brew selbst her. Die Basis für Cold Brew French Press ist ein selbst hergestelltes Konzentrat. Im Kühlschrank bleibt das Aroma 2 Wochen lang haltbar. Es ist empfehlenswert, das Gefäß mit einem Deckel zu verschließen.

Besondere Utensilien sind nicht erforderlich. Wer allerdings professionellen Cold Brew selber machen will, sollte sich dafür eine spezielle Kaffeemühle, einen Kaffeezubereiter und qualitativ hochwertigen Kaffee kaufen. Alternativ kann Kaffeeersatz, beispielsweise Lupinenkaffee, zur Herstellung von Cold Brew Coffee verwendet werden.

Cold Brew Coffee zubereiten – Schritt für Schritt Anleitung

Zutaten für 1 Liter Cold Brew Kaffeekonzentrat:

  • 200 Gramm grob gemahlenes Kaffeepulver (Filterkaffee-Röstung)
  • 1 Liter kaltes Wasser
  • 1 großen, weithalsigen Behälter zum Ansetzen
  • 1 Löffel (zum Umrühren)

Zubereitung:

  1. Gemahlenes Kaffeepulver in das Gefäß geben, mit dem kalten Wasser auffüllen und gründlich umrühren
  2. Gefäß mit Frischhaltefolie abdecken und Ansatz 12 Stunden ziehen lassen
  3. Anschließend die Mischung durch ein Haarsieb gießen, um grobe Partikel herauszufiltern
  4. Als Nächstes durch einen konventionellen Filter gießen
  5. In einem verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 14 Tagen verbrauchen

Anmerkung: Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Diese Rezeptur soll deshalb lediglich als Anregung dienen. Wer seinen Cold Brew oder Ice Brew stärker möchte, kann den Anteil an Kaffeepulver erhöhen oder die Wassermenge reduzieren. Wasser kann zudem durch Eis ersetzt werden. Zur geschmacklichen Abrundung kalter Kaffeespezialitäten eignen sich beispielsweise ein Löffel Zucker und/oder ein Schuss Milch. Der Geschmack von Cold Brew lässt sich zudem durch die Auswahl der Kaffeesorten und durch den Mahlgrad beeinflussen und verändern.

Serviervorschlag für Cold Brew

Nachdem die dunkle, kalte Flüssigkeit auf dem Tisch steht, beginnt der Genuss. Zum Verzehr stehen mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Besonders stilvoll lässt sich Cold Brew genießen, wenn er zusammen mit ein paar Eiswürfeln in ein Whiskeyglas gefüllt wird.

Vorteile und Nachteile von Cold Brew Kaffee

Cold Brew bietet Kaffeeliebhabern einige Vorteile. Der größte Vorteil ist der geringe Säuregehalt. Vor allem Personen, die nach dem Genuss von heißem Kaffee unter Sodbrennen oder Magenbeschwerden leiden, kann Cold Brew empfohlen werden. Ein weiterer Pluspunkt ist die lange Haltbarkeit des Kaffeekonzentrats.

Besonders an warmen Tagen haben sich Cold Brew Kaffee und Cold Brew Tea als starke Wachmacher erwiesen. Wer keine Lust auf eine Tasse heißen Kaffee hat, aber einen Kick benötigt, sollte sich für Cold Brew entscheiden. Der Kaffee Koffeingehalt von Cold Brew wird von Experten heiß diskutiert. Während einige keinerlei Unterschiede feststellen, sind andere Spezialisten fest davon überzeugt, dass der Koffeinanteil in kaltem Kaffee höher ist.

Deshalb an dieser Stelle folgender Tipp: Jeder sollte selbst ausprobieren, ob Cold Brew bei ihm persönlich anders wirkt als normaler, heißer Kaffee.

Wenn man hier überhaupt von einem Nachteil sprechen kann ist es, dass auf das  wohlige Gefühl, welches beim Schlürfen einer Tasse heißen Kaffees verzichtet werden muss Der größte Nachteil von Cold Brew ist die lange Zubereitungszeit. Kapsel rein, Knopf des Kaffeeautomaten drücken und fertigen Kaffee genießen funktioniert bei der Herstellung von Cold Brew nicht. Da jedoch die Zubereitung bei echten Kaffeefans fester Bestandteil des Vergnügens ist, dürfte dieser Nachteil nicht schwer wiegen. Die Vorfreude wird über einen längeren Zeitraum aufgebaut. Erforderlich ist lediglich eine rechtzeitige Planung.

Ice Brew – Schnelle Alternative für Eilige

Um schnell am Morgen oder zwischendurch einen kalten Kaffee zuzubereiten, ist Cold Brew ungeeignet. Immer, wenn es schnell gehen muss, beispielsweise morgens, ist Ice Brew eine zeitsparende Alternative. Ice Brew ist eine andere Bezeichnung für Ice Cafe.

Die Herstellung von Frozen Coffee mit einer Siebträgermaschine ist kinderleicht. Es muss lediglich die gewünschte Menge Eis in eine Tasse gefüllt und die Kaffeemaschine gestartet werden. Damit der Ice Brew nicht bitter schmeckt, muss zwingend darauf geachtet werden, dass die heiße Flüssigkeit sofort abgekühlt wird. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass nur geringe Mengen Bitterstoffe in das Getränk gelangen. Der Ice Brew behält das charakteristische Kaffeearoma und seinen erfrischenden Geschmack.

Kalter Kaffee – verschiedene Varianten

Kalter Kaffe wird in verschiedenen Varianten zubereitet. In Cafés stehen die Variationen Iced Brew, Cold Drip und Cold Brew auf der Karte der Kaffeespezialitäten. Cold Brew wird des Weiteren als klassische Variante und als Cold Drip aufgeführt. Diese beiden kalten Kaffeegetränke werden häufig miteinander verwechselt, obwohl es beim Geschmack als auch bei der Zubereitung von Cold Brew und Cold Drip Kaffee Unterschiede gibt.

Cold Drip Kaffee wird auch Dutch-Kaffee genannt. Bei der Zubereitung von Cold Drip Kaffee wird auf Wasser vollständig verzichtet. Stattdessen wird zu dem Kaffeepulver im Cold Drip Coffee Maker über einen Zeitraum von mehreren Stunden tröpfchenweise Eis hinzugefügt. Der Tropfrhythmus lässt sich an einem Cold Drip Coffee Maker tröpfchenweise einstellen. Dadurch wird erreicht, dass sowohl die Aromen als auch die im Kaffeepulver enthaltenen Öle schonend extrahiert werden. Auf diese Weise entsteht ein besonders aromatisches Kaffeekonzentrat, welches sich durch einen kräftigen Kaffeegeschmack auszeichnet und sich nach Belieben mit Wasser strecken lässt.

Das Konzentrat punktet weiterhin dadurch, dass es zur Aufbewahrung nur wenig Platz beansprucht. Cold Drip Kaffee bietet einen Erfrischungseffekt, mit welchem keine Tasse heißer Kaffee mithalten kann.

Bei Japanese Iced Coffee handelt es sich um eine Variante von Ice Brew. Um diese Spezialität selber zu machen, ist die Verwendung von fruchtigen Kaffeebohnen aus Kenia oder Äthiopien mit mittlerem Mahlgrad empfehlenswert. Das Eis wird nicht in den Kaffeezubereiter, sondern direkt ins Trinkgefäß gefüllt. Über dem Eis wird Japanese Iced Coffee “kalt gebrüht”.

Einen interessanten Beitrag zum Thema haben wir bei Essen&Trinken gefunden.

Welche Sorten Kaffeebohnen eignen sich zur Herstellung von Cold Brew und Ice Brew?

Zum Selbermachen von Cold Drip Kaffee, Ice Brew und Cold Brew sind generell alle Sorten Kaffeebohnen geeignet. Wer bereits eine Lieblingssorte auserkoren hat, kann diese auch zur Herstellung von Cold French Press Kaffee und weiterer kalter Kaffeegetränke einsetzen. Eine gute Qualität von Kaffeebohnen lässt sich beispielsweise daran erkennen, dass sich die Bohnen zerkauen lassen, ohne unangenehm oder gar bitter zu schmecken. Essenziell wichtig ist, dass die Kaffeebohnen frisch sind.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, wie fast alle Innovationen wird auch Cold Brew aktuell noch von einigen kritisch beäugt. Für die meisten Personen ist es einfach ungewohnt, Kaffee bewusst kalt herzustellen und zu trinken.

Jedoch ist diese Kaffeespezialität nicht mit schlecht gleichzusetzen. Denn Cold Brew hat viel zu bieten. Besonders an heißen Sommertagen sind Cold Brew Kaffee und Cold Brew Tee eine perfekte Alternative zu heißem Kaffee oder Tee. Cold Brew und Ice Brew eignen sich zudem als Alternative für zuckerhaltige Getränke, beispielsweise Cola. Auch im Winter sorgt eine Tasse Cold Brew für Abwechslung.

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