So wirst du Barista – Die 10 besten Tipps für die Siebträgermaschine

Das Wort Barista hat seinen Ursprung in Italien. Ins Deutsche über setzt, bedeutet dieses Wort so viel wie Barkeeper. Ein Barista ist in Cafés und Bars für die Zubereitung von Kaffeespezialitäten zuständig.

Kaffeezubereitung ist nicht die alleinige Aufgabe eines Baristas. Er muss fundierte theoretische und praktische Kenntnisse über sämtliche Bereiche und Methoden der Kaffeeherstellung besitzen. Bei diesem Fachwissen handelt es sich unter anderem um:

  • fachgerechter Umgang mit Milchschäumer und Tamper
  • korrekter Brühvorrang
  • optimale Wassertemperatur

Die 10 wichtigsten Tipps für den perfekten Espresso mit einer Siebträgermaschine

Wer einem professionellem Barista bei seiner Arbeit beobachtet, merkt schnell: Die Zubereitung von schmackhaftem Espresso und weiteren Kaffeespezialitäten ist eine sinnliche Zeremonie und Kunst zugleich. Generell ist die Espressozubereitung nicht besonders schwierig. Fall du nicht schon eine Siebträgermaschine zu Hause hast, kannst du dich bei uns über die Top Modelle erkundigen. Die nachfolgenden Tipps informieren darüber, auf welche Faktoren bei der Zubereitung geachtet werden muss.

1. Kaffee reagiert sehr sensibel auf Temperaturschwankungen. Dies gilt spezifisch für Espresso, da nur eine kleine Dosis Kaffeepulver bei der Zubereitung verwendet wird. Empfehlenswert ist es deshalb, die Tasse vorzuwärmen. Viele Hersteller starten ihre Siebträgermaschinen mit einem Warmwasserspender aus, welcher sich auch für diesen Zweck eignet.

2. Kaffeesatz muss vorsichtig aus dem Siebträger ausgeklopft werden. Anschließend muss das Sieb mit einem nicht fusselnden Tuch gereinigt und gut abgetrocknet werden. Die Reinigung ist essenziell, da Kaffeepulver bei der Extraktion Öle freisetzt, wodurch der Geschmack des nächsten Espressos negativ beeinträchtigt wird.

3. Für gelungenen Espresso müssen die Kaffeebohnen mit der feinsten Stufe gemahlen werden. Dabei gilt die Regel: je kürzer der Kaffee Kontakt mit dem Wasser hat, um so feiner müssen die Bohnen gemahlen werden. Die Menge muss so dosiert werden, dass der Siebträger leicht gehäuft befüllt ist.

4. Empfehlenswert ist die Verwendung von 7 Gramm Kaffeepulver. Der Kaffee sollte vorzugsweise mit einer Maschine mit integriertem Scheibenmahlwerk gemahlen werden. Diese Maschinen mahlen die Kaffeebohnen besonders gleichmäßig, sodass ein gutes Ergebnis erreicht wird.

5. Eine glatte Oberfläche ist eine zwingende Voraussetzung für das anschließende Tampen. Dazu wird ohne Druck mit dem Finger über den Rand gestrichen. Damit sind die Vorbereitungen zum Tampen bereits abgeschlossen.

6. Als Tampen wird das Zusammenpressen des im Siebträger befindlichen Espresso-Pulvers mittels eines Stampfers aus Metall bezeichnet. Mit dem Tool muss auf das Kaffeepulver ein Druck zwischen mindestens 15 bis 20 Kilogramm ausgeübt werden. Dadurch lässt sich das Ergebnis gleichmäßig verfestigen.

7. Übertreibung ist beim Zusammenpressen fehl am Platz. Der spätere Wasserdruck direkt am Brühkolben ist um ein Vielfaches höher. Viel wichtiger ist es, dass die Oberfläche fest und gleichmäßig eben ist.

8. Der Brühkopf muss gereinigt werden, bevor der Siebträger in die Maschine eingesetzt wird. Mittels heißem Wasser sollten drei Sekunden lang alle Rückstände des letzten Brühvorgangs ausgeschwemmt werden. Nun sind alle Voraussetzungen für das Gelingen eines guten Espressos erfüllt.

9. Jetzt wird die Tasse unter die Öffnung gestellt. Ein schmackhafter Espresso benötigt eine Durchlaufzeit zwischen 25 bis 30 Sekunden. Sollte er zu langsam oder zu schnell durchlaufen, muss der Mahlgrad des Kaffeepulvers entsprechend verändert werden.

10. Welche Milch für den perfekten Milchschaum eingesetzt, ist von persönlichen Vorlieben des Barista abhängig. Für Veganer ist Soja- oder Mandelmilch zu empfehlen. Diese lässt sich ebenso, allerdings etwas langsamer schäumen, wie Kuhmilch.

Fette Aromen binden. Deshalb ist Milch mit einem Fettgehalt von 3 bis 4 Prozent zu empfehlen. Kaffeespezialitäten schmecken mit fettreicher Milch aromatischer und cremiger als bei der Verwendung von Milch mit reduziertem Fettgehalt.

Entscheidend fuer die Schaumbarkeit von Milch ist der Anteil der enthaltenen Eiweiße. Als ausreichend hat sich ein Proteingehalt zwischen 3 – 3,5 Prozent erwiesen. Reismilch dagegen wirst du vergeblich versuchen, zu schäumen.

Mit einer Siebträgermaschine professionell glänzen

Werde Barista und mache dein Hobby zum Beruf

Wege, um Barista zu werden

Wer Barista werden möchte, muss zunächst wissen, dass diese Berufsbezeichnung hierzulande nicht geschützt ist. Beim Job des Baristas handelt es sich nicht um einen anerkannten Ausbildungsberuf. Dennoch kannst Du diesen Beruf fast in jeder deutschen Stadt erlernen.

Aus- und Weiterbildungen für Barista werden von mehreren Instituten angeboten. Eine Ausbildung kannst Du beispielsweise an der “Università del Caffè in München” oder an der “School of Coffee” in der Hauptstadt absolvieren. Die Ausbildungsinhalte und Kosten variieren bei den diversen Anbietern stark.

Lohnt sich eine Aus- oder Weiterbildung?

Eine Schulung lohnt sich generell für alle, die gern guten Kaffee trinken. Sowohl für Einsteiger als auch für professionelle Baristas werden geeignete Seminare angeboten. Sogar Profis lernen noch etwas dazu und Spaß macht der Kurs dazu.

Woran ist eine gute Barista Ausbildung zu erkennen?

Auch wenn es sich um keinen anerkannten Ausbildungsberuf handelt, existieren einige Standards, die zur Orientierung bei der Suche nach einer guten Barista-Ausbildung genutzt werden können. Diese wurden von der “Speciality Coffee Association of Europe (SCAE)” definiert. Festgelegt wurden die Ausbildungsziele im Rahmen des ” “Coffee Diploma Systems”.

Inhalte der Ausbildung

  • Barista Kenntnisse
  • Mahlen & Brühen
  • Rösten
  • Sensorische Fähigkeiten
  • Rohkaffee
  • Warenkunde Kaffee

Kaffee ist ein sehr umfangreiches Thema. Ein Barista muss deshalb viel Fachwissen besitzen und dieses in die Praxis umsetzen können. Zusätzlich werden die Aus- und Weiterbilungskurse in verschiedene Niveaus gegliedert. Je hoher das Level des gewählten Kurses ist, desto höher die Punktzahl, die bei bestandener Prüfung den Teilnehmern fuer das Kaffeediplom vergeben wird.

Das Baustein -Prinzip ermöglicht es, dass sich jeder Interessent seine Ausbildung zum Barista individuell zusammenstellen kann. Zum Erwerb eines vollwertigen Kaffeediploms sind 100 Punkte erforderlich. Diese lassen sich mit einer unterschiedlichen Anzahl Kurse erzielen.

Für Hobby-Baristas ist das Kursangebot noch vielfältiger. Diese Kurse können übrigens genauso viel Spaß machen und interessant sein wie Profi-Seminare. Zur strukturierten, professionellen Barista-Ausbildung sind diese Kurse allerdings wegen fehlender Zertifizierung ungeeignet. Kostengünstige Angebote für Kaffee-Fans gibt es von vielen Kaffee-Schulen.

Ausbildungskosten und Sparmöglichkeiten

Die Kosten für die Kurse sind so verschieden wie das Seminarangebot. Je nach Inhalt und Dauer kosten Barista-Seminare zwischen 150 und 800 Euro. Wichtig zu wissen ist, dass zum Erwerb des begehrten Kaffee-Diploms mehrere Kurse erfolgreich absolviert werden müssen.

Möglichkeiten zum Sparen gibt es dennoch. Wer umfangreiche praktische Vorkenntnisse besitzt, spart zwei Drittel der Kursgebühr ein, wenn eine direkte Anmeldung nur zur Prüfung erfolgt. Berufstätige mit einem definierten Einkommen in spezieller Höhe können sich darüber hinaus die Seminarkosten teilweise in Form einer Bildungsprämie vom Staat erstatten lassen.

Weiterbildungskurse für Barista werden inzwischen auch von der IHK angeboten. Inhaltlich orientieren sich diese Kurse stark an den Richtlinien des Kaffeediploms der SCA. Die Seminare werden in Zusammenarbeit mit renommierten Kaffee-Schulen durchgeführt und kosten zwischen 1000 bis 2000 Euro.

Praktische Skills, die angehende Barista mitbringen sollten

Die Ausbildung wird künftigen Barista leichter fallen, die bereits bei Kursbeginn über solides Wissen verfügen. Hilfreich sind Kenntnisse in den Bereichen:

  • kommunikatives Talent
  • Begeisterung für Kaffee
  • technisches Geschick
  • physikalisches Grundverständnis
  • feine Geschmacksnerven
  • Erfahrung im Umgang mit Siebträgermaschinen
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