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Bester Kaffee für Vollautomaten – Kaffeebohnen Test 2022

Zu den Vorteilen eines Kaffeevollautomaten gehört, dass die Kaffeebohnen für jede Tasse frisch gemahlen werden. So kann ein optimales Geschmackserlebnis garantiert werden. Gerade deshalb spielt auch die Auswahl der Kaffeesorte eine große Rolle, um für das jeweilige Heißgetränk das Maximum an Geschmack herauszuholen.

Wir zeigen hier eine Auswahl und Tipps für den besten Kaffee für deinen Vollautomaten.

In Kürze:

  • Eine Mischung aus Arabica und Robusta ist am besten geeignet für Kaffeevollautomaten
  • Die Qualität der Bohnen hängt vom Anbaugebiet und der Röstung ab
  • Je nach Bohne sollte der Mahlgrad variiert weden
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Röstungsgrade der Kaffeebohnen

Guter Kaffee für Vollautomat ist teils eine Frage des individuellen Geschmacks. Es gibt jedoch einige Eigenschaften, die den Kaffee kennzeichnen und ihm spezielle Charakteristiken verleihen.

Dazu gehören vorwiegend die Röstungen. Generell kann man davon ausgehen, dass die Kaffeebohne umso mehr von ihrem typischen Geschmack verliert, desto stärker und dunkler der Kaffee geröstet wird.

Es werden insgesamt fünf Röstungsgrade unterschieden, die für die Kaffeezubereitung im Kaffeevollautomaten benutzt werden können. Meist handelt es sich dabei um Trommelröstungen, aber kleinere Hersteller bieten auch individuellere Röstungen an.

Röstgrad

  1. Blasse Röstung – auch Zimtröstung genannt
  2. Mittlere Röstung – man spricht dabei auch von Frühstücksröstung
  3. Starke Röstung – auch als französische Röstung oder Wiener Röstung bezeichnet
  4. Doppelte Röstung
  5. Italienische Röstung – auch Espresso Röstung genannt für Espressobohnen 

Man kann auch individuelle Mischungen zusammenstellen, indem helle und dunkle Bohnen miteinander vermischt werden. So können interessante und abwechslungsreiche Geschmacksrichtungen entstehen.

Welche Kaffeebohnen sind die besten für Vollautomaten?

Kaffesorte
Geeignet für Vollautomat
Mischungsverhältnis
Mischung aus Arabica und Robusta
optimal
80 % Arabica zu 20 % Robusta
Arabica
sehr gut
100 % Arabica
Robusta
gut
100 % Robusta
Liberica
eher ungeeignet, stark und selten
100 % Liberica
Excelsa
gut als Mischung, streng und selten
60 % Arabica zu 40 % Excelsa
Maragogype
bedingt geeignet wegen Bohnengröße, selten
100 % Maragogype
Kopi Luwak
eher ungeeignet, sehr teuer und extrem selten
100 % Kopi Luwak
Kaffeevollautomat Kaffeebohnen Sorten

Es lohnt sich immer, mit unterschiedlichen Bohnensorten zu experimentieren, um beste Kaffeebohnen für Vollautomaten herauszufiltern. Heute sind insgesamt rund 40 verschiedene Kaffeesorten bekannt. Bei uns findet man im Handel hauptsächlich Robusta und Arabica Bohnen. Generell gilt die Arabica Sorte als hochwertiger. Es gibt jedoch auch ausgezeichnete Robusta-Bohnen, die sich durch einen hervorragenden Geschmack auszeichnen.

Arabica & Robusta Kaffeebohnen

Arabica

Die Arabica Bohne hingegen ist länglich geformt und der Schlitz ist geschlossen. Der Geschmack ist klar und ein wenig süßlich, obwohl sich diese Bohnen durch einen hohen Säuregehalt auszeichnen.

Robusta

Die Robusta-Bohnen zeichnen sich durch einen leicht erdigen Geschmack und wenig Säure aus. Die Bohnen sind klein, fast rund und verfügen über einen offenen Schlitz.

Robusta Kaffee kann sich jedoch als weniger verträglich erweisen. Er besitzt einen höheren Koffeingehalt, als der Arabica Kaffee und enthält auch mehr Chlorogensäure, die für Magenbeschwerden nach dem Kaffeegenuss verantwortlich sein kann.

Beide Bohnensorten sind ausgezeichnet für den Kaffeevollautomaten geeignet. Viele Röstereien bieten auch Mischungen aus beiden Bohnensorten an. Besonders für den Espresso Kaffee ist eine Arabica Mischung mit einem Robusta Anteil ausgezeichnet geeignet, da eine stabilere Crema erzielt werden kann.

Vollautomaten Kaffee – Die weniger bekannten Sorten

Neben diesen beiden großen Kaffeesorten gibt es weniger bekannte Sorten, die man auch einmal im Kaffeevollautomaten ausprobieren kann.

Liberica

Eine dieser Sorten ist der Liberica Kaffee. Diese Kaffeebohne wächst will und kommt hauptsächlich in Dschungelgegenden vor. Diese Bohne ist sehr robust, enthält weniger Feuchtigkeit und zeichnet sich durch ein fruchtiges bis rauchiges Aroma aus. Sie ist außerdem recht selten und enthält weniger Zucker aber deutlich mehr Koffein.

Excelsa

Excelsa ist eine Kaffeebohne, die der Liberica sehr ähnlich ist und aus Afrika stammt. Ihr Geschmack ist kräftig und erdig. Excelsa Bohnen sind teuer und werden selten allein verwendet. Im Handel findet man sie meistens in Blends.

Maragogype

Aus Nicaragua und Mexiko stammt der Maragogype Kaffee. Diese Bohne ist eine Kreuzung aus Arabica und Liberica Kaffee und zeichnet sich durch große Bohnen aus, die auch als Elefantenbohnen bezeichnet werden. Eine positive Eigenschaft dieser Kaffeebohne ist ihr geringer Säureanteil, der sie sehr magenfreundlich macht.

Kopi Luwak

Als allgemeine Empfehlung gilt bei Coffee Specialty Experten der Kopi Luwak Kaffee, auch als Katzenkaffee bekannt. Dabei handelt es sich nicht um eine eigene Kaffeesorte, sondern vielmehr um Kaffeekirschen, die von Schleichkatzen gefressen und wieder ausgeschieden werden. Die Verdauungsenzyme der Tiere fermentieren die Bohnen und verleihen ihnen einen erdigen, schokoladigen Geschmack.

Kopi Luwak ist für den Vollautomaten eher ungeeignet, da diese Sorte am besten mit dem Pour Over Verfahren aufgebrüht wird. Möglich ist der Einsatz allerdings.

Kopi Luwak ist außerdem umstritten, da zu seiner Herstellung viele Tiere in unwürdigen Verhältnissen gehalten werden. Die Produktion ist daher auch gering und Kopi Luwak gilt als die weltweit teuerste Kaffeesorte.

Beste Bohnen für Vollautomaten nach Herkunft wählen

Beste Bohnen für Vollautomaten
Anbaugebiete sind entscheidend für die Bio-Qualität der Kaffeebohnen

Neben der Kaffeesorte spielt auch das Anbaugebiet für den Geschmack eine wesentliche Rolle. Mit Kaffeebohnen aus unterschiedlichen Regionen kann man mit dem Kaffeevollautomaten die Spezialitäten unterschiedlicher Länder kennenlernen.

Kolumbien gehört zu den drei größten Kaffeeanbauländern der Welt. In Höhenlagen am Fuß der Anden wird dort hauptsächlich Arabica Kaffee angebaut. Der Anbau erfolgt in diesem Land auf natürliche Art. Es wird kaum Chemie benutzt und die Kaffeekirschen werden handgepflückt. Der Kaffee enthält wenig Säure und überzeugt mit einem süßen, nussigen Geschmack.

Auf der Karibikinsel Jamaika wird der bekannte Blue Mountain angebaut, der auf einem sehr begrenzten Gebiet von etwa 6,000 Hektar wächst. Dieser Kaffee wird wegen seiner Herkunft von Kennern wegen seiner Aromen geschätzt, der voll und säurearm ist und leichte Tabaknoten aufweist. Dieser Kaffee ist ein besonderer Genuss, der auch um einiges teurer ist, als andere Sorten. In der Karibik sind auch Kuba und die Dominikanische Republik für ihre Kaffeebohnen bekannt.

In Afrika gilt Äthiopien als das wichtigste Kaffeeland. Dort werden Arabica Bohnen sowohl auf großen Plantagen als auch in kleinen Waldstücken angebaut. Der Kaffee aus diesem Anbaugebiet wird wegen seines leichten Körpers mit geringem Säureanteil und vielfältigen Geschmacksnuancen geschätzt.

Kräftiger, würziger Kaffee, kommt aus Indonesien. Dort wird hauptsächlich die Robusta Bohne angebaut. Bohnen aus den Anbaugebieten auf den Inseln Java und Sumatra sind bei und besonders beliebt. Vietnam gehört ebenfalls zu den großen Kaffeeproduzenten der Welt und zeichnet sich durch große Plantagen für Robusta Bohnen aus.

Eine beliebte Spezialität ist auch der Kona Kaffee aus Hawaii. Die Arabica Bohnen wachsen dort in vulkanischen Hanglagen, wo die Böden mineralreich sind. So entsteht ein Kaffee mit einem vollmundigen, fruchtigen Geschmack, der nur wenig Säure aufweist. Hawaiianische Kaffeesorten sind häufig jedoch teurer, da die Lohnstruktur auf der amerikanischen Insel wesentlich höher liegt, als in den meisten anderen Kaffeeländern.

Gute Kaffeebohnen für das Kaffeegetränk aus dem Kaffeevollautomaten

In einem Kaffeevollautomaten lassen sich auf Knopfdruck zahlreiche beliebte Kaffeespezialitäten zubereiten. Wer den Genuss vollkommen gestalten möchte, kann für seine liebste Zubereitungsart auch genau die perfekte Kaffeebohne wählen. Jede Kaffeesorte weist einen unterschiedlichen Geschmack auf. Diese Unterschiede werden durch die verschiedenen Anbaugebiete noch verstärkt. So ist es interessant, zu wissen, welche Bohne zu welchem Kaffee passt.

Für Espresso eignen sich Bohnen aus Brasilien oder auch aus Sumatra ausgezeichnet. Oft wird eine Mischung aus Arabica und Robusta Bohnen verwendet. Mit solchen Blends erzielt man im Kaffeevollautomaten eine Balance zwischen Süße und Bitterkeit und erhält außerdem eine stabile Crema.

Der mit Milchschaum zubereitete Cappuccino wird in vielen Haushalten ebenfalls gerne getrunken. Die Süße des Milchschaums lässt sich perfekt mit einer Kaffeebohne kombinieren, die eher säurebetont ist. Kaffee aus dem Hochland Guatemalas eignet sich daher perfekt, um diese Spezialität zuzubereiten.

Ein ganz normaler Milchkaffee, oder ein schwarzer Filterkaffee ist trotz aller Spezialitäten immer wieder geschätzt und kann selbstverständlich auch im Kaffeevollautomaten hergestellt werden. Gute Modelle bieten dafür getrennte Bohnenbehälter. Dazu passen eine Reihe von unterschiedlichen Bohnen und man kann durch Probieren seine eigene Lieblingssorte finden. Kolumbianischer Kaffee passt ebenso perfekt, wie eine Mischung aus Äthiopien.

Auf den richtigen Mahlgrad achten

Wer sich perfekten Kaffee aus dem Vollautomaten wünscht, tut gut daran, auch auf den Mahlgrad zu achten. Nicht nur die Wahl der Kaffeebohne bestimmt den Geschmack, auch die Verarbeitung muss entsprechend sein.

Kaffeevollautomaten verfügen über ihr eigenes Mahlwerk, das in der Regel verschiedene Einstellungen zulässt. Der Durchfluss des heißen Wassers durch das Kaffeemehl bestimmt, welcher Prozentsatz der Geschmacksstoffe aus dem Kaffee gelöst werden kann. Es ist erwiesen, dass insgesamt etwa 30 Prozent dieser Geschmacksstoffe in heißem Wasser gelöst werden können. Das macht den Kaffee jedoch zu stark. Als ideal gilt ein Lösen von 18 bis 22 Prozent der Geschmacksstoffe. Die Mahlwerke sind in der Regel auf den Vollautomat und dessen Brühgruppe abgestimmt.

Wird der Kaffee sehr fein gemahlen, so dauert der Durchfluss länger, da das Wasser einen größeren Widerstand überwinden muss. So können viele Geschmacksstoffe gelöst werden und der Kaffee erhält ein starkes Aroma. Bei einer groben Körnung des Kaffees hingegen geschieht das Gegenteil und der Kaffee wird eher dünn und enthält weniger Aroma.

Und klar ist selbstverständlich auch, dass nicht jede Kaffeemaschine gleichermaßen gut mahlt. Schau dir bei Interesse unseren Kaffeevollautomat Vergleich an.

Um den optimalen Mahlgrad zu finden, der zu dem eigenen Kaffeegeschmack und der jeweiligen Spezialität passt, sollte man ein wenig probieren. Bei vielen Vollautomaten hat man die Möglichkeit, einen bestimmten Mahlgrad zu speichern, sodass man ihn auf Knopfdruck abrufen kann.

Die Farbe der Kaffeebohne lässt auch darauf schließen, welcher Mahlgrad empfehlenswert ist. Dunkle Bohnen lassen eine stärkere Röstung vermuten und sollten daher auch grobkörniger gemahlen werden, damit nicht zu viele Bitterstoffe in den Kaffee gelangen. Hat man hingegen eine sehr helle Bohne, sollte man sich für einen feineren Mahlgrad entscheiden, um dem Kaffee ein optimales Aroma zu verleihen.

Letztes Update: 23. März 2022