Trotz Espresso gut schlafen

Espresso Kaffee ist heute auch bei uns in Deutschland ein beliebtes Getränk, das zu jeder Tageszeit gerne getrunken wird. Auch beim gemütlichen Zusammensein nach dem Abendessen ist ein Espresso für viele Menschen ein perfekter Abschluss für einen genussreichen Abend.

Doch ist der Kaffee allgemein für seine stimulierende Wirkung bekannt. Befürchtest du auch immer nach einer späten Tasse Espresso eine unruhige Nacht?

Es gibt auch Menschen, zu denen besonders passionierte Kaffeetrinker gehören, die behaupten, nach einer guten Tasse Espresso einfach besser schlafen zu können. In der Praxis scheint es sich zu erweisen, dass der Espresso auf verschiedene Menschen eine unterschiedliche Wirkung haben kann.

So solltest du einmal selbst ausprobieren, ob auch du nach dem Tässchen Espresso besser oder schlechter schläfst.

Mit einem guten und perfekt schmeckenden Espresso lässt sich so mancher Abend entspannt ausklingen. Die passende Maschinen erhälst du über diesen Link gleich mit dazu.

Trotz Espresso gut schlafen

Espresso hat nicht nur belebende Wirkung. Schlaf gut trotz später Tasse Espresso

Warum macht Kaffee munter?

Der muntermachende Effekt von Kaffee beruht auf der Koffein Wirkung. Im Verlauf des Tages signalisieren die Nervenzellen dem Gehirn, dass eine Ermüdung eintritt. Dabei wird ein Botenstoff freigesetzt, der Adenosin heißt.

Dieser Botenstoff dockt an Rezeptoren an und blockiert die Ausschüttung von Botenstoffen wie Dopamin und Noradrenalin, die belebend wirken. Koffein ähnelt dem Adenosin und setzt sich an den gleichen Rezeptoren an, löst jedoch keine Wirkung aus.

Sind die Rezeptoren besetzt, so kann sich der Botenstoff Adenosin nicht ansetzen und die Müdigkeit tritt nicht ein.

Beim Konsum von Kaffee werden die Stresshormone Noradrenalin und Adrenalin freigesetzt. Kaffee wird daher oft als Muntermacher bezeichnet.

Das Koffein des Kaffees ist an Kalium gebunden. Diese Verbindung wird bereits von der Magensäure gelöst, so dass das Koffein bereits im Magen völlig vom Blut aufgenommen wird. Das gesamte Koffein wird fast gleichzeitig zum Gehirn befördert, wo es eine wachmachende Wirkung hat. Doch ist der Effekt nur von kurzer Dauer.

Vorteile von Espresso gegenüber Kaffee

Die meisten Menschen empfinden Espresso als einen besonders starken Kaffee und nehmen daher an, dass er auch nachhaltiger wach macht, als eine Tasse Filterkaffee. Jedoch ist das Gegenteil der Fall.

Der Espresso wird in der Regel in einer kleinen Portion von 25 ml getrunken. In dieser Menge enthält der Espresso zwischen 25 und 30 mg Koffein. Das gilt auch für solche Kaffeespezialitäten, die auf der Grundlage eines Espresso zubereitet werden, wie beispielsweise Cappuccino oder Latte Macchiato.

Eine Tasse herkömmlicher Filterkaffee wird in den meisten Fällen in Tassen von 125 ml getrunken. Diese Menge enthält zwischen 75 und 120 mg Koffein. Der Koffeingehalt Espresso ist also wesentlich geringer. Aus diesem Grund kann ein Espresso am Abend auch für einen gesunden Schlaf wesentlich bekömmlicher sein, als ein Filterkaffee.

Dieser Unterschied zwischen Espresso und Filterkaffee ist auf die Zubereitungsart zurückzuführen. Koffein ist nämlich wasserlöslich und je länger der Kaffee mit heißem Wasser in Berührung kommt, desto mehr Koffein löst sich ab.

Beim Filterkaffee ist das Kaffeepulver über mehrere Minuten mit heißem Wasser in Kontakt, während beim Espresso nur der heiße Wasserdampf für kurze Zeit durch das Pulver strömt.

Auch die Kaffee Sorte spielt eine Rolle, wenn es um den Kaffee Koffein Gehalt geht. So enthalten beispielsweise die Arabica Bohnen weniger Koffein, als die Robusta Sorten. Deshalb macht es auch Sinn, auf die Zusammensetzung der Kaffeemischung zu achten, wenn man nach dem abendlichen Espresso Schlaflosigkeit vermeiden möchte.

Die Gerüchte über die späte Tasse Espresso hält sich hartnäckig. Jedoch zählen diese Weisheiten schon zu den Kaffee – Mythen! Lese weitere Irrtümer in DERWESTEN.

So kann ein Espresso beim Einschlafen helfen

Auch wenn es aus biologischer Sicht leicht ist, zu erklären, warum Kaffee munter macht, so gibt es doch auch eine Beweisführung, aus der hervorgeht, dass Koffein einer Einschlafstörung entgegen wirken kann.

Das wurde wissenschaftlich in Studien mit älteren Menschen festgestellt. Viele Personen leiden mit zunehmendem Alter unter einer verminderten Durchblutung des Gehirns. Dieser Zustand kann zu Schlafstörungen führen. Nun hat sich erwiesen, dass Koffein in der Lage ist, die Durchblutung im Gehirn zu fördern.

Ist eine mangelnde Durchblutung des Gehirns der Auslöser für Schlafstörungen, so kann der Espresso oder Kaffee vor dem Zubettgehen die Schlafprobleme lösen. Unmittelbar nach dem Verzehr des Kaffees wird das Gehirn besser durchblutet. Weiterhin wird auch ein Abfall der Atemfrequenz vermindert, was ebenfalls zu einer verbesserten Schlafqualität führt.

Um die schlaffördernde Wirkung zu erzielen, ist es jedoch unbedingt erforderlich, den Kaffee unmittelbar vor dem Schlafengehen zu trinken. Etwa 20 bis 30 Minuten nach dem Kaffeegenuss setzt nämlich die belebende Wirkung ein und das Einschlafen wird erschwert.

Das Koffein kann nämlich nur das Einschlafen erschweren. Ist man einmal eingeschlafen, so werden die Schlafphasen in der Regel nicht vom Koffein beeinträchtigt.

Auf Espresso reagiert jeder Mensch anders

Nicht jeder Mensch reagiert gleich auf einen Espresso am Abend. Jedoch kann man davon ausgehen, dass sich die beruhigende Wirkung des Kaffees in den ersten 30 Minuten nach dem Genuss bei den meisten Menschen manifestiert.

Auch Menschen, die viel Kaffee trinken, verzeichnen häufig keine Schlaflosigkeit auf Grund des abendlichen Kaffee Konsums. Das mag damit zusammenhängen, dass mit der Zeit im Gehirn mehr Rezeptoren für den Botenstoff Adenosin gebildet werden, so dass nicht mehr alle Rezeptoren vom Koffein belegt werden.

Kürzlich haben Wissenschaftler herausgefunden, dass es genetisch bedingt ist, ob man nach einer Tasse Espresso unter Schlafstörungen leidet oder wie ein Murmeltier die ganze Nacht über durchschlafen kann. Insgesamt wurden acht verschiedene Gengruppen festgestellt.

In einer der Gruppen hat das Koffein überhaupt keine störende Wirkung auf den Schlaf. Der Nachteil ist jedoch, dass diese Gengruppe auch nicht von den muntermachenden Eigenschaften des Kaffees am Tag profitieren, die viele Menschen so zu schätzen wissen.

Bei den anderen Gruppen ist die schlafstörende beziehungsweise wachmachende Wirkung des Koffein verschieden ausgeprägt. In Extremfällen kann die aufputschende Wirkung bis zu 24 Stunden anhalten. Das bedeutet, dass solche Menschen unter Umständen schon an gestörtem Schlaf leiden können, wenn sie am Morgen zuvor eine Tasse Kaffee genossen haben.

Schlafstörung Ursache finden

Tatsächlich gehört Kaffeegenuss nicht zu den häufigsten Ursachen für Schlafstörungen. Wer schlecht schlafen kann, verspürt am Tag oft Erschöpfungszustände, die den Alltag stark beeinflussen können. Deshalb ist es auch in jedem Falle wichtig, der Ursache der Schlafstörung auf den Grund zu kommen.

Man sollte nicht unbedingt glauben, dass der Kaffee am schlechten Schlaf Schuld ist. In vielen Fällen kann es ratsam sein, einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache zu klären. Chronischer Schlafmangel kann zu verschiedenen Krankheiten führen.

Hast du jedoch festgestellt, dass du besser schlafen kannst, wenn am Abend keinen Kaffee mehr getrunken wird, so stehen verschiedene Möglichkeiten offen. Zunächst einmal kannst du natürlich in den Stunden vor dem Schlafengehen vollkommen auf den Kaffee verzichten.

Oft ist der abendliche Kaffee jedoch eine geschätzte Gewohnheit, die du vielleicht nicht gerne aufgeben möchtest. Deshalb kannst du dich einiger Methoden bedienen, die es erlauben, weiterhin das geliebte Heißgetränk zu genießen und trotzdem gut zu schlafen.

Wer bis jetzt abends Filterkaffee getrunken hat, kann sich stattdessen lieber eine Tasse Espresso gönnen. Der Espresso Koffeingehalt ist geringer, als der von Filterkaffee, so dass es möglich ist, dass man nach einem Espresso besser schlafen kann, als nach einem Filterkaffee.

Sollte du jedoch auch mit diesem Wechsel noch nicht das gewünschte Resultat erzielen, so steht die Möglichkeit offen, auf koffeinfreien Kaffee umzusteigen. So genießt du den Geschmack des Kaffees, ohne jedoch der Wirkung des Koffeins ausgesetzt zu sein.

Du solltest dir jedoch auch darüber im Klaren sein, dass nicht nur Filterkaffee und Espresso Koffein enthalten und auf diese Weise den Schlaft beeinflussen können. Auch in Cola und Tee ist Koffein enthalten.

Erstaunlich für die meisten Menschen ist es, dass ein Riegel Schokolade etwa genau so viel Koffein enthält, wie eine Tasse Kaffee. Deshalb lohnt es sich, auch auf den Konsum von diesen koffeinhaltigen Lebensmitteln vor dem Schlafengehen achten.

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