Kaffee & Espresso rösten – beste Anleitung 2019

Geröstete Kaffeebohnen werden heute überall verkauft und man kann unter vielen verschiedenen Arten wählen. Röstet man Rohkaffee jedoch selbst, so kann man auf den Röstgrad Einfluss nehmen und einen Kaffeegeschmack ganz nach dem eigenen Geschmack erzielen. Man kann die Bohnen für den Espresso stärker rösten und für den milden Filterkaffee weniger stark geröstete Bohnen herstellen. Das Rösten zu Hause ist gar nicht so schwer, wie man denkt und macht darüber hinaus auch Freude.

Kaffee & Espresso rösten

So korrekt Kaffee & Espresso rösten

Rohkaffee einkaufen

Will man seine Bohnen zu Hause selbst rösten, so muss man dazu natürlich zunächst einmal Rohkaffee einkaufen. In vielen Fachgeschäften aber auch im Internet kann man den grünen Kaffee leicht erstellen. Auch bei den ungerösteten Kaffeebohnen gibt es eine große Auswahl. Es sind sowohl Arabica als auch Robusta Bohnen erhältlich. Man kann beim Kauf auch Kaffee aus einem bestimmten Anbaugebiet bevorzugen und grüne Bohnen aus Kolumbien, Java, Äthiopien oder auch aus Vietnam erhalten.

Ein großes Plus beim Kaufen der grünen Kaffeebohnen ist ihr geringerer Preis im Vergleich mit der gerösteten Variante. In Deutschland entfällt nämlich bei grünem Kaffee die Steuer, die auf gerösteten Kaffee bezahlt werden muss. Wer nur für den eigenen Bedarf röstet, braucht die Steuer nicht zu bezahlen.

Warum selbst rösten?

Die meisten Menschen entscheiden sich natürlich nicht wegen dem Preis dazu, selbst Kaffee zu rösten. Vielmehr möchten sie einen möglichst natürlichen Geschmack bei ihrem Kaffee erzielen und den Röstprozess unmittelbar beeinflussen können. Röstet man den grünen Bohnen selbst zu Hause, so werden die Aromen, die in den ätherischen Ölen der Kaffeebohne gespeichert sind, erst zu Hause freigesetzt. Kauft man bereits gerösteten Kaffee, so weiß man nie, wie lange dieser bereits gelagert wurde.

Daher darf man bei frisch geröstetem Kaffee ein unvergleichliches Geschmackserlebnis erwarten, das in den meisten Fällen alle bisher gemachten Erfahrungen in den Schatten stellt. Daher schwören heute bereits viele Kaffetrinker auf selbst gerösteten Kaffee. Es gibt verschiedene Methoden, um den Kaffee zu Hause selbst zu rösten. In viele Fällen wird dazu auch keine spezielle Ausrüstung benötigt. Somit kann man sich einfach einmal an das Projekt wagen und ein wenig Rohkaffee kaufen. Vielmehr braucht man nicht, um mit dem Kaffeerösten zu beginnen.

In Amerika ist das Selbströsten bereits seit einiger Zeit sehr populär. Wer sich deshalb zunächst einmal in das Thema einlesen möchte, kann im Internet und auch in Büchern viel Information zum Thema finden. So kann sich der Einstieg in das Kaffeerösten zu Hause recht einfach gestalten.

Rösten in der Bratpfanne – erste Versuche

Wer neugierig geworden ist und das Kaffeerösten einfach einmal selbst ausprobieren möchte, braucht sich dazu keine teure Ausrüstung anzuschaffen. Mit einer herkömmlichen Bratpfanne kann man auf dem Küchenherd die ersten Versuche unternehmen, sobald man den grünen Kaffee gekauft hat. Günstig ist es, dabei noch ein Kochthermometer zur Hand zu haben, um die Temperatur der Pfanne feststellen zu können.

Zunächst wird die Pfanne bei dieser Röstart auf 180 bis 190 Grad vorgeheizt. Wenn die Temperatur erreicht ist, bedeckt man den Boden der Pfanne mit einer Schicht roher Kaffeebohnen. Dabei gilt es, darauf zu achten, dass alle Bohnen auf dem Pfannenboden und nicht übereinander liegen. Die Bohnen müssen nun in der heißen Pfanne regelmäßig gewendet werden, um ein Anbrennen zu vermeiden.

Nach etwa 7 Minuten ist ein erstes Knistern zu hören, dass die erste Röststufe erreicht ist. Auch die Farbveränderung lässt sich gut beobachten, da man einen guten Blick auf alle Bohnen in der Pfanne hat. Schon jetzt ist es möglich, die Bohnen aus der Pfanne zu entnehmen und auskühlen lassen. Wer sich jedoch ein intensiveres Aroma wünscht, sollte die Bohnen etwa 20 Minuten bei ständigem Wenden in der Pfanne belassen. Nach diesem Zeitpunkt ist ein zweites Knistern zu vernehmen. Nun kann man die Pfanne vom Herd nehmen und die Bohnen zum auskühlen in einen trockenen Behälter füllen.

Die Röstzeit kann beliebig verkürzt oder auch verlängert werden, je nach der Röstart, die man erzielen möchte. Für einen normalen Filterkaffee wird normalerweise eine mittlere Röstung vorgezogen. Möchte man jedoch Bohnen für Espresso rösten, so sollte man eine dunkle Röstung bevorzugen.

Röstet man den Kaffee zu Hause in der Pfanne auf dem Küchenherd, so sollte man für eine gute Belüftung sorgen. Fenster sollten geöffnet und der Abzug eingeschaltet sein. Während des Röstens kommt es nämlich zu einer Rauchentwicklung mit einem starken Geruch.

Kaffeebohnen im Backofen rösten

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Kaffeebohnen auf einem Backblech im Backofen zu rösten. Diese Methode bietet sowohl Vor- als auch Nachteile gegenüber dem Rösten in der Pfanne. Vorteilhaft ist es, dass man eine größere Menge auf ein Mal rösten kann, wenn man einen großen Backofen mit einem entsprechenden Backblech besitzt.

Auch im Backofen müssen die Bohnen regelmäßig gewendet werden, so dass sie nicht am Backblech ansetzen. Das gestaltet sich natürlich schwieriger als bei der Pfanne, da man während des Röstens die Ofentür häufig öffnen und sich, je nach Position des Backofens, auch ebenso oft bücken muss, um die Bohnen zu wenden. Darin besteht der Nachteil dieser Methode.

Der Ofen wird auf 220° C vorgeheizt. Während sich der Backofen erhitzt, werden die Kaffeebohnen sorgfältig auf dem Backblech ausgelegt, so dass sie nicht übereinander liegen. Nach Erreichen der Ofentemperatur wird das Backblech eingeschoben. Bei dieser Methode dauert es etwa fünf Minuten, bis das erste Knistern zu hören ist. Der gesamte Röstvorgang bis zum zweiten Knistern dauert etwa 20 Minuten.

Beim Wenden der Bohnen sollte man schnell arbeiten, damit nicht zu viel Wärme durch die offene Tür verloren geht. Haben die Bohnen die gewünschte Rüstung erreicht, so werden sie schnell vom Blech genommen und in einen trockenen, kühlen Behälter gefüllt.

Kafferösten mit der Heißluftpistole – die alternative Methode

Diese Methode des Kaffeeröstens ist in den Vereinigten Staaten heute populär. Dazu braucht man eine herkömmliche Heißluftpistole, die man in jedem Baumarkt kaufen kann, sowie ein hitzebeständiges Gefäß. Die Kaffeebohnen werden in das Gefäß gefüllt und die Heißluftpistole gestartet. Dabei sollte man darauf achten, dass die Heißluftpistole dicht an den Kaffeebohnen ist, so dass konstante Hitze gewährleistet wird. Die Kaffeebohnen müssen dabei konstant in Bewegung gehalten werden.

Auch bei dieser Methode hört man etwa nach fünf Minuten ein erstes Knacken und später, nach etwa 20 Minuten ein zweites Geräusch. Danach sind die Bohnen fertig und können in einen Behälter gefüllt werden.

Diese Methode erfordert ein wenig mehr Fingerspitzengefühl, als die ersten beiden Arten des Kaffeeröstens. Sie ist jedoch wunderbar geeignet, wenn man aus dem Kaffeerösten ein Hobby machen möchte. Geschickte Heimwerker können selbst ein Rad bauen, durch das die Kaffeebohnen ständig in Bewegung bleiben, während die von der Heißluftpistole bestrahlt werden.

Ein Vorteil besteht auch darin, dass man diese Röstmethode außerhalb der Küche einsetzen kann, beispielsweise auf der Terrasse. So kann man den Rauch und starken Geruch im Haus vermeiden.

Maschinen zum Kaffeerösten zu Hause

Möchte man sich das Kaffeerösten zu Hause auf moderne Weise gestalten, so kann man sich auch eine Kaffeeröstmaschine für den Haushaltsgebrauch anschaffen. Diese Maschinen sind in unterschiedlichen Größen erhältlich und können schon für eine Kapazität von 300 Gramm Bohnen erhalten werden. Große Maschinen können eine Kapazität bis zu 50 kg aufweisen. In einem solchen Gerät werden die Kaffeebohnen mit Heißluft geröstet. Diese Möglichkeit ist sehr bequem und perfekt für alle geeignet, die ihren Kaffee ständig selbst rösten möchten.

Eine weitere Möglichkeit zum Röstens von Kaffeebohnen zu Hause bietet im Übrigen auch die Popcornmaschine, die nach einem ganz ähnlichen Prinzip funktioniert, wie die Kaffeeröstmaschine. Die Anschaffung eines solchen Geräts lohnt auf doppelte Weise, da man außer Kaffee auch Popcorn darin zubereiten kann.

Ist der Kaffe schließlich geröstet, so sollte er gründlich ausgekühlt werden. Ein schnelles Abkühlen ist bei jeder Methode, für die man sich entscheidet, von Wichtigkeit, da der Röstvorgang auf diese Weise gestoppt wird. Es ist empfehlenswert, die gerösteten Kaffeebohnen 24 bis 48 Stunden ruhen zu lassen, bevor sie verwendet werden. Auf diese Weise kann sich das volle Aroma entfalten.

Fazit

Selbst zu Hause Kaffee zu rösten ist wesentlich weniger kompliziert, als man annimmt. Es gibt verschiedene Methoden, die man dazu anwenden kann. Selbst in einer Pfanne kann man auf dem Herd ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielen. Wer sich eine moderne Vorgehensweise wünscht, kann sich auch für eine kleine Kaffeeröstmaschine entscheiden, mit der man sich die Arbeit einfacher macht.

Der selbst geröstete Kaffee erhält ein wunderbar natürliches Aroma, das durch die optimale Frische begünstigt wird. Man kann den Röstgrad gut selbst bestimmen, da man an der Farbe der Kaffebohnen erkennen kann, wie stark sie geröstet sind. Leicht bis mittel gerösteter Kaffee eignet sich für Filterkaffee, während man den Espresso ein wenig stärker rösten sollte.

Menü
Like uns auch hier