Bester Kaffee und bester Espresso – darauf kommt es an

Kaffeeliebhaber wissen, dass es beim Kaffee erhebliche Unterschiede gibt. Bei einer gleichen Zubereitungsart des Kaffees oder der Kaffeespezialität kann zu erheblichen unterschieden kommen, die den Geschmack des Getränks beeinflussen. Der Kaffee kann bitter und sauer schmecken oder zu wässrig sein. Um einen vollen, angenehmen Geschmack zu erzielen, müssen eine ganze Reihe von Gesichtspunkten beachtet werden. Wer wirklich guten Kaffee zubereiten möchte, sollte daher genau über die einzelnen Punkte Bescheid wissen, die das Getränk beeinflussen.

Bester Kaffee und bester Espresso

So gelingen bester Kaffee und bester Espresso

Die Wahl der Kaffeebohne: Für jeden Geschmack das richtige

Um einen perfekten Espresso oder Kaffee zuzubereiten, sollte man sich zunächst für die richtige Bohne entscheiden. Kaffeebohnen haben je nach Sorte und Anbaugebiet einen deutlich unterschiedlichen Geschmack. Natürlich lässt sich kaum verallgemeinern, welche Kaffeebohne die beste ist, da der persönliche Geschmack eine große Rolle spielt. Es lohnt sich also, einmal verschiedene Bohnen auszuprobieren, um den persönlichen Lieblingskaffee zu finden.

Im Handel sind oft Kaffeemischungen erhältlich, die aus mehreren Bohnensorten zusammengesetzt sind. Mischungen mit Robust Bohnen eignen sich beispielsweise sehr gut für einen italienischen Espresso. Sie tragen dazu bei, dass die begehrte Crema fester und beständiger wird. Jedoch sollte der Robusta Anteil möglichst gering sein, da der herbe Geschmack der Robusta Bohne das feine Aroma der Arabica Bohne schnell überlagern kann.

In der ganzen Bohne können die Aromastoffe des Kaffees lange geschützt bleiben. Gemahlener Kaffe verliert sein Aroma hingegen erstaunlich schnell. Möchte man daher einen optimalen Espresso oder Kaffee zubereiten, so sollten die Kaffeebohnen für jede Tasse stets frisch gemahlen und sofort verbraucht werden. Fertig gemahlenes Kaffeepulver ist daher für den Kaffeekenner keine Option.

Hat man die perfekte Kaffeesorte oder Blend gefunden, so gilt es, den besten Mahlgrad zu wählen. Als Faustregel gilt, dass für Espresso ein sehr feiner Mahlgrad verwendet wird, während das Kaffeemehl für normalen Kaffee ruhig ein wenig gröber sein kann. Es empfiehlt sich, damit ein wenig zu experimentieren. Schmeckt der Espresso beispielsweise zu bitter, so kann der Mahlgrad zu fein sein und man sollte beim nächsten Mal eine gröbere Körnung wählen.

Einen großen Einfluss auf den Geschmack des Kaffees nimmt natürlich auch die Dosierung. Diese hängt weitgehend vom eigenen Geschmack ab. Experten gehen davon aus, dass für normalen Kaffee etwa 60 bis 70 Gramm Kaffeepulver pro Liter Kaffee verwendet werden, während für Espresso Kaffee 70 bis 80 Gramm eingesetzt werden können. Entsprechend der aufzubrühenden Menge kann man diese Werte leicht umrechnen.

Die Aufbewahrung des Kaffees ist ebenfalls wichtig, um zu garantieren, dass die Bohnen ihr unverfälschtes Aroma behalten. Es gibt vier Elemente, die den Kaffee bei der Aufbewahrung stark beeinflussen können,. Dazu gehören:

  • Luft
  • Hitze
  • Feuchtigkeit
  • Licht

Möchte man eine optimale Qualität der Bohnen während der Lagerung erhalten, so sollten diese dunkel, luftdicht und trocken gelagert werden. Die Bohne selbst bietet eine Schutzhülle für die Aromastoffe des Kaffees. Darum sollte der Kaffee auch stets in Bohnenform, niemals aber in Pulverform gelagert werden. Ist der Kaffee einmal gemahlen, so sollte er innerhalb von 15 Minuten verwendet werden. So können die enthaltenen ätherischen Öle, die durch das Mahlen freigesetzt werden, für den beliebten Kaffeeduft sorgen, und den frisch gebrühten Kaffee auch für den Geruchssinn zu einem Genuss machen.

Wasserqualität kann ausschlaggebend sein

Den größten Prozentsatz des Kaffees macht das Wasser aus und deshalb ist es auch verständlich, dass die Qualität des Wassers einen großen Einfluss auf den Kaffee nimmt. Laut Expertenmeinungen sollte das ideale Wasser für Kaffee und Espresso einen Härtegrad von 8 und einen ph Wert von 7,0 aufweisen. Zu hartes Wasser führt zu einem schlechteren Geschmack. Beim Wasserwerk kann man sich über die Eigenschaften des Leitungswassers, das im Haushalt zur Verfügung steht, informieren.

Sollte sich das Leitungswasser nicht als ideal erweisen, so stehen mehrere Möglichkeiten offen. Man kann beispielsweise eine Britta Filterkanne einsetzen, um zu hartes Wasser zu entkalken. Es besteht auch die Möglichkeit, den Kaffee mit einem stillen Mineralwasser zuzubereiten. Jedoch hat auch Mineralwasser unterschiedliche Eigenschaften und nicht jede Marke erzielt das gleiche Resultat.

Neben der Wasserqualität ist auch die Wassertemperatur ausschlaggebend bei der Zubereitung des perfekten Espressos oder Kaffees. Ist das Wasser zum Brühen des Getränks nicht heiß genug, so schmeckt der Kaffee fad und charakterlos. Wählt man hingegen eine zu hohe Temperatur, erzielt man häufig bitteren, holzig schmeckenden Kaffee. Espresso sollte bei einer Temperatur von etwa 90°C gebrüht werden, während die Temperatur für normalen Kaffee mit 86 bis 89° C ein wenig niedriger liegen sollte.

Auch der Wasserdruck, mit dem des Kaffee aufgebrüht wird, nimmt einen Einfluss auf die Qualität des Getränks. Dies gilt natürlich hauptsächlich für die Zubereitung von Kaffee in Kaffeevollautomaten oder Siebträgermaschinen, wo dem Benutzer die Möglichkeit gegeben wird, den Druck nach Wunsch zu verändern. Generell geht man davon aus, dass der optimale Druck für Kaffee und Espresso bei 9 bar liegt. Die meisten Maschinen sind auch auf diesen Wert voreingestellt.

Gute Wartung der Maschine erhöht den Kaffeegenuss

Der Kaffee ist empfindlich und kann schnell einen Fremdgeschmack annehmen. Deshalb gilt es, die Kaffeemaschine stets optimal sauber zu halten. Das gilt für Kaffeevollautomaten im gleichen Maße wie für Siebträgermaschinen oder die normale Filterkaffeemaschine. Ist das Wasser, das man zum Aufbrühen des Kaffees gebraucht, stark kalkhaltig, so wird der Geschmack des Kaffees schnell beeinträchtigt. Außerdem leiden auch die Maschinen unter den starken Kalkablagerungen und können schneller defekt werden. Darum ist regelmäßiges Entkalken eine wichtige Maßnahme.

In Kaffeevollautomaten kann es in den Brühgruppen leicht zu einer Anlagerung von gebrauchten Kaffeemehlresten kommen. Verbleiben diese über längere Zeit in der Maschine, beginnen sie, Schimmel anzusetzen, was ebenfalls zu einem schlechten Geschmack führen kann. Deshalb sollten die Brühgruppen gemäß der Bedienungsanleitungen für die einzelnen Geräte ebenfalls regelmäßig gereinigt werden.

Die beste Zubereitungsmethode für Kaffee und Espresso

Heute gibt es viele unterschiedliche Methoden der Kaffeezubereitung, die auch im privaten Haushalt genutzt werden können. Die Zeiten, zu denen zu Hause ein Filter auf die Kaffeekanne gestellt und das Kaffeemehl darin mit heißem Wasser übergossen wurde, gehören längst der Vergangenheit an. Elektrische Kaffeemaschinen, aber auch Spezialgeräte wie die French Press, die Siebträgermaschine für Espresso oder der Kaffeevollautomat haben längst den Markt erobert.

Siebträgermaschinen und Vollautomaten sind bei wirklichen Kaffeefreunden besonders beliebt, da sie verschiedene Möglichkeiten bieten, um die Qualität des Kaffees zu beeinflussen. Die Siebträgermaschine erfordert einige Erfahrung und Fingerspitzengefühl, um einen perfekten Espresso aufzubrühen. Die Feineinstellungen von Druck und Wassertemperatur gehören ebenso dazu, wie die Kaffeemenge und die Wahl des richtigen Wassers. Nicht umsonst gibt es heute professionelle Baristas, deren Kunst in der Zubereitung eines ausgezeichneten Espressos besteht. Mit ein wenig Übung kann man solche Resultate jedoch auch selbst zu Hause erzielen.

Kaffeevollautomaten erleichtern das Leben für den Kaffeeliebhaber. Sie ermöglichen es, den perfekten Kaffee auf Knopfdruck zu produzieren. Dabei sind nicht nur Espresso und normaler Kaffee erhältlich. Auf der Grundlage des Espressos bereiten solche Geräte auch beliebte Getränke wie Cappuccino oder Macchiato, so dass für jeden Geschmack das passende Getränk mühelos gezaubert werden kann. Der große Vorteil dieser Vollautomaten besteht darin, dass die meisten Einstellungen schon so gesetzt sind, dass ein guter Kaffee produziert werden kann. Trotzdem hat der Benutzer bei guten Geräten die Gelegenheit, Feineinstellungen vorzunehmen.

Kaffeevollautomaten sind mit einem Mahlwerk ausgestattet und mahlen die Bohnen für jede Tasse selbständig. Für andere Geräte braucht man zusätzlich eine Kaffeemühle, mit der man die ganzen Bohnen mahlen kann. Dabei sollte man sich für ein hochwertiges Modelle entscheiden, dass auch die Auswahl zwischen unterschiedlichen Mahlgraden ermöglicht. Hohe Drehzahlen sind bei einem solchen Gerät nicht wünschenswert, da zu viel Hityze erzeugt wird, die den Kaffee verbrennen kann.

Tipps für guten Kaffee und Espresso

Oft liegt auch bei der Zubereitung von ausgezeichnetem Kaffee und Espresso das Geheimnis in den Details. Deshalb sollte man sich auch ausreichend Zeit nehmen, wenn man einen wirklichen Gourmet Kaffee herstellen möchte.

Benutzt man beispielsweise eine Siebträgermaschine, so ist es wichtig, das Kaffeepulver im Siebträger gleichmäßig anzudrücken. Dazu wird ein Tamper eingesetzt, der möglichst genau in den Siebträger passt. Darum spricht man bei diesem Prozess auch von Tampern. Durch das gleichmäßige Andrücken des Kaffeemehls wird garantiert, dass das Wasser das Kaffeemehls gleichmäßig durchströmt. Im gegenteiligen Fall sucht sich das Wasser den Weg des geringsten Widerstands durch das Kaffeemehl und löst dabei weniger Aromastoffe aus dem Kaffee.

Das Anwärmen der Tassen gehört ebenfalls zu den Details, die zu einem erhöhten Kaffeegenuss führen. Trifft der Kaffee auf eine angewärmte Tasse, so kann er seine positiven Eigenschaften viel besser behalten und sein Aroma ideal entfalten. Auch wird er natürlich nicht so schnell kalt.

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